Huforthopaedie

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ohne Huf kein Pferd

Huforthopädie

* Der Wechsel zum unbeschlagenen Huf
* Hufrollenentzündung
* Hufrehe
* Geschichte des Hufbeschlags
* Effekt des Hufeisens
* Methoden ???
* Verlauf der Huforthopädische Behandlung
* Missverständnisse und FAQ

Der Wechsel zum unbeschlagenen Huf << Zurück <<

Der Pferdebesitzer an sich findet häufig erst dann zu einer anderen Methode, wenn sowohl Tierarzt als auch Hufschmied erklären, dass für dieses Pferd nichts mehr zu tun sei, vielleicht sogar die Euthanasie die einzig verbleibende Möglichkeit ist. Menschen, die sich mit einer solchen Diagnose nicht zufrieden geben, werden über kurz oder lang auf die von mir vorgestellte Methode treffen. Denn weit über 90% dieser „hoffnungslosen“ Fälle betrifft Pferde mit Hufrollenentzündung oder schwerster Hufrehe.

Wie oben bereits erläutert, werden bei, auf Eisen gestellten Pferden (oder auch falsch geschnittenen Pferden), die Blutgefäße abgeklemmt. Der Huf ist unterversorgt mit
Sauerstoff und Nährstoffen. Damit können die Nerven im Huf nur noch weniger oder sogar keine Signale mehr an das Gehirn senden. Kurz: Der Huf wird effektiv betäubt.

Beispiel: Ein Pferd mit diagnostizierter Hufrollenentzündung reagiert anscheinend positiv auf einen „Orthopädischen Beschlag“. Tatsächlich ist das Pferd aber nicht geheilt. Durch die spezielle Art des Beschlages werden die Blutgefäße lediglich weiter abgeklemmt und in der Folge spürt das Pferd die Schmerzen nicht mehr. Da ein solcher Beschlag jedoch keine Ursachenbekämpfung unterstützt wird das Pferd trotz Betäubung den Schmerz wieder fühlen.

Werden einem solchen Pferd dann die Eisen abgenommen, so wird es meistens akut lahm laufen. Grund dafür ist die Rückkehr der Durchblutung in den Huf.
Vergleichbar ist das mit einem Menschen, welcher bei – 10 Grad ohne Handschuhe draußen war. Wenn er ins warme Wohnzimmer zurückkehrt, werden seine Hände
anfangen schmerzhaft zu prickeln. So melden die Nerven, dass die Hände auf Grund der Kälte Schaden genommen haben. Zellen sind abgestorben, welche nun über
die Blutbahn abtransportiert werden müssen.

Ähnlich verhält es sich beim Pferd. Nur das der Schaden hier durchaus schon jahrelang vorhanden sein kann. Dementsprechend groß ist die Verletzung und in Folge dessen ist der Heilungsprozess wesentlich länger. Das nekrotische Material in den Hufen muss über die Blutbahn oder Abszesse abgeführt werden.

In jedem Fall kann das Pferd aber nur dann heilen, wenn es genügend bewegung bekommt. Denn nur Bewegung bringt den Hufmechanismus wieder in Gang und dieser sorgt somit für den notwendigen Blutumtrieb.
Auf diese Weise können Abfallstoffe den Körper so schnell wie möglich verlassen und neues, gesundes Material kann nach gebildet werden.

Für den Menschen heißt dies, dass er täglich mit seinem Pferd spazieren gehen muss, dass sich deutlich unwohl fühlt. Dies ist eine besondere Anforderung für Besitzer oder Pfleger eines solchen Pferdes. Doch mit Durchhaltevermögen wird das vermeintlich unheilbare Pferd letztendlich wieder gesund.

Hufrollenentzündung << Zurück <<

Viel zu oft wird ein lahmendes Pferd als "Hufrollenpferd" diagnostiziert. In manchen Fällen scheint es so, als sei dies ein Sammelbehälter von unverstandenen Lahmheiten.

"Hufrollenentzündung" beginnt immer mit schmerzenden Trachten. Weil das Pferd ein Fluchttier ist, wird es seine Schmerzen nicht sofort zeigen, um sich nicht als offensichtlich „leichte Beute“ zu geben.

Bei Trachtenschmerzen verlagert das Pferd sein Gewicht zur Vorderseite des Hufes. Ein Symptom ist, dass das Pferd die Vorderhand weiter unter den Körper setzt.
Um diese Haltung bei zu halten, ist eine beständige Muskelspannung der Schulter und des Nacken nötig.

Durch die Verlagerung des Gewichtes zur Vorderseite des Hufes kommt es zu einem höheren Abrieb der Zehen im Vergleich zur Trachte. Nun ist aber gerade die hohe
Trachte oder Eckstrebe die Ursache der anfänglichen Schmerzen.

Die Trachten oder Eckstreben drücken bei jedem Schritt in den Huf hinein. Bleibt diese Situation so, dann wird der Schaden wesentlich größer. Im Laufe der Zeit entsteht durch die andauernde Irritation eine Entzündung: Das Hufrollensyndrom.

Hat noch kein Abbau des Hufbeines stattgefunden, kann das Pferd letztendlich wieder ganz gesund und belastbar werden. Als Folge der hohen Trachten rotiert das Hufbein nach vorne und bekommt dort unphysiologischen Druck. Auf Dauer wird das Hufbein an dieser Stelle abgebaut. Abhängig von der Degeneration des Hufbeines kann ein Pferd vielleicht nicht mehr 100% belastbar sein. Doch mit einem korrekten Hufschnitt und der Herstellung der natürlichen Lebensbedingungen kann das Pferd wieder schmerzfrei laufen.

Hufrehe (Laminitis) << Zurück <<

Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhaut. Diese tritt meistens an der Vorderseite des Hufes auf. Um den Schmerzen zu weichen, verlagert das Pferd sein Gewicht auf die Rückseite des Hufes. Bei der typischen Rehe- Haltung streckt das Pferd alle Viere so weit wie möglich nach vorne. Das Pferd verlagert mehr Gewicht auf die Hinterhufe, um die entzündete Vorderseite der Vorderhufe zu entlasten. In Folge der Entzündung rotiert das Hufbein nach vorne. Während in einem gesunden Huf die Lederhaut das Hufbein stabil hält, rotiert bei einer entzündeten Lederhaut das Hufbein oder sinkt sogar ab.

Es gibt mehrere Ursachen für Hufrehe: Zum Beispiel Vergiftung, Überbelastung, Übergewicht oder eine Nachgeburt die nicht nachkommt. In den meisten Fällen sind die
Bedingungen schon länger vorhanden. Bei übergewichtigen Pferden zum Beispiel ist der Stoffwechsel überlastet. Kommen solche Tiere dann auf gut bestückte Wiesen, kann es zu einer Lederhautentzündung kommen.

Die Lösung ist auch hier: Als erstes sollte die Ursache behoben werden. Anschließend werden die Hufe in die physiologisch korrekte Form gebracht, so dass diese wieder optimal funktionieren können. Unentbehrlich ist hierbei, das dass Pferd eine natürliche Lebensbedingung hat. Es sollte sich so viel wie mögliche auf hartem Boden bewegen können (wenn nötig zu Anfang mit Hilfe von Hufschuhen) und ein tägliches „Fußbad“ von minimal 15 Minuten genießen dürfen, damit die Hufe elastisch werden und bleiben.

Unter den Umständen hat das Pferd die Möglichkeit sich selbst zu heilen. Beim Nachwachsen des Hufes wird sich das Hufbein wieder in der korrekten Position in der
Kapsel aufhängen. Die Verbindung zwischen Hufkapsel und Hufbein wird wieder stabil sein. Im Durchschnitt dauert es mindestens 9 Monate bis eine Kapsel komplett
nachgewachsen ist. In manchen Fällen dauert der Heilungsprozess jedoch länger. Als Besitzer oder Pfleger muss man sich gegen die andauernde Kritik aus der näheren Umgebung wappnen, wenn man mit einem deutlich lahmenden Pferd spazieren geht. Man wird jedoch feststellen, dass auch ein Rehe- Pferd wieder gesund und durchaus fit werden kann.

Geschichte des Hufbeschlags << Zurück <<

Grundsätzlich wird jedes Pferd ohne Eisen oder anderen „Hufschutz“ geboren. Während dieser Zustand in der Natur bleibt, werden die Tiere bei Menschen häufig auf
Eisen gestellt. Dadurch sollen die Hufe vor zu großem Verschleiß geschützt werden. Diese Methode stammt aus dem Mittelalter. Als ca. 900 nach Christus die ersten
Reichen in Burgen zogen, um sich zu schützen, wollte man das Pferd so nah als möglich bei sich haben. Dies war notwendig, um weiterhin mobil zu bleiben. Also wurden Ställe gebaut und mit diesem Zeitpunkt konnten die meisten Pferde den Ansprüchen der Menschen nicht mehr gerecht werden. Denn die Hufe der Tiere schienen dem Laufen auf hartem Untergrund nicht mehr gewachsen zu sein. Daraus wurde die Notwendigkeit eines Schutzes für den Huf abgeleitet. Tatsächlich lässt sich das Alter eines Eisens auf Grund des Kohlenstoffgehaltes feststellen. Es ist bisher noch kein Hufeisen gefunden worden, welches nachweisbar älter als das Mittelalter ist.
Schon Karl der Große eroberte sein Reich auf unbeschlagenen Pferden und ganze Volksstämme zogen durch die Lande ohne Probleme mit den Pferdehufen zu haben.
Daraus ergibt sich scheinbar ein Kausalzusammenhang zwischen dem Einstallen von Pferden und der Schwächung der Hufe.

Was genau passiert, wenn ein Pferd eingestallt wird? Zum einen kann sich das Pferd entgegen seiner Natur nur ungenügend bewegen. Es kommt dadurch zu einem geringeren Blutumtrieb im Huf und dieser wird in der Folge weniger schnell und qualitativ schlechter wachsen. Des Weiteren steht das Pferd in seinen Fäkalien und Urin. Der im Urin enthaltene Ammoniak zersetzt das Eiweiß, welches ein Hauptbestandteil des Pferdehufes ist. Sie werden also stark geschwächt.

Effekt des Hufeisens << Zurück <<

Ist ein Pferdehuf beschlagen, so kann er sich bei Belastung nicht mehr ausreichend ausweiten. Durch genagelte oder geleimte Eisen wird der Huf fixiert. In der Folge wird der Hufmechanismus stark eingeschränkt. Dies hat den Effekt, dass der Blutumtrieb im gesamten Pferd nur noch ungenügend erfolgt und die Hornproduktion stark rückläufig ist. Das Horn, welches noch produziert wird ist nur noch von minderer Qualität.

Ist der Blutumtrieb vermindert, dann muss das Pferdeherz viel mehr Arbeit leisten. Sportpferde, und hier vor allem Rennpferde, fallen manchmal „einfach“ tot um. Ein
möglicher Grund könnte im verminderten Hufmechanismus liegen.

Wächst ein Huf weniger schnell, dann heißt das nicht anderes, als dass die Eiweiße, die normalerweise für die Hornproduktion zuständig wären, in der Blutbahn verbleiben. Weil diese Eiweiße Abfallstoffe sind, müssen sie aus der Blutbahn heraus über Nieren und Leber ausgeschieden werden. Auch bei diesen Organen kann es zu einer Überbelastung kommen, welche sich nicht selten in Hautproblemen (Ekzemen) äußert.

Methoden << Zurück <<

Seit mehreren Jahren wächst die Tendenz zum natürlichen gesunden Leben. Diese Entwicklung zeichnet sich auch in der Pferde- Freunde- Welt deutlich ab: Immer
mehr Pferdefreunde zweifeln die Methoden der konventionellen Pferdehaltung an. Sicherlich spielt der Kommerz hier eine große Rolle. Zum Beispiel: Es gibt viele
„gesunde“ Futtermittel auf dem Markt, mit Kräutern, die das Pferd „braucht“. Ich vergleiche derartige Mittel gerne mit einem Frühstücksmüsli, welches für uns in den
Regalen liegt. Menschen sitzen stundenlang bewegungslos im Büro, aber sie hatten ein gesundes Frühstück… .

Dieser wachsende Trend ist auch in der Hufpflege zu beobachten. Hufeisen werden als notwendiges Übel verstanden. So wie das bereits auch schon die besseren Hufschmiede verstanden, denn man war sich schon früher über die schädliche Wirkung von Eisen bewusst. Barfuss- Laufen hat also eine steigende Tendenz und Hufpflege wird zu einer neuen Branche. Auch hier spielt wieder der Kommerz eine wichtige Rolle. Eine Methode wird nach der anderen entwickelt. Leider mangelt es bisher an wissenschaftlichen Untersuchungen, die eine Methode als „effektiv“ beurteilen könnte. Es besteht jedoch in jedem Fall Klarheit darüber, dass es immer besser ist, ein Pferd ohne Eisen laufen zu lassen.

Die „Strasser- Methode“ wurde nach ihrer Gründerin, Dr. Hiltrud Strasser, einer Tierärztin aus Deutschland benannt. Frau Dr. Strasser setzte sich Anfang der 80er Jahre
mit ihr vorliegenden Versicherungsdaten auseinander, die folgendes beinhalteten: Der Großteil domestizierter Pferde werden im Durchschnitt nicht älter als 8 Jahre.
Lediglich 11% der Pferde erreichen das Alter von 14 Jahren oder älter. Unter natürlichen Lebensbedingungen erreichen Pferde ein Alter von 30 bis 40 Jahren. Diese Daten gaben für Frau Dr. Strasser Anlass, nach den Ursachen zu forschen. Das Resultat dieser Nachforschungen ist ein wissenschaftlich dokumentierte Beschreibung darüber, wie ein Pferdehuf funktioniert und welche Aufgaben er erfüllt. Sie beinhaltet ebenso eine Methode, wie die natürliche Hufform durch den Menschen imitiert werden kann. In erster Linie geht es nicht darum Symptome zu verstecken, sondern Ursachen zu beheben.

Ein Pferd unter idealen Lebensbedingungen bräuchte sicherlich keine Hufpflege durch den Menschen. Solche Bedingungen kann der Mensch seinem Pferd in den hiesigen Gegebenheiten aber nicht bieten. Es erfordert also das wohlüberlegte Eingreifen des Menschen, die natürliche Hufform wieder herzustellen und zu erhalten.

Fragmente der offiziellen Strasser-Webseite

...Frau Dr. vet.med. Hiltrud Straßer befasst sich seit 1978 wissenschaftlich mit der Hufgesundheit und den Ursachen von Lahmheiten, etc. bei domestizierten Pferden.
Dabei spielt der Vergleich mit wildlebenden Pferden aller Arten und unterschiedlicher Regionen der Erde eine große Rolle. Die vielfältigen Probleme der Bewegungsorgane und der Zusammenhang mit Problemen des Gesamtorganismus werden hauptsächlich auf die von Menschen geschaffenen Lebensbedingungen (Beschlag, Boxenhaltung,  Bewegungsmangel,..) im Detail zurückgeführt. wie bereits der Titel ihres ersten Buches 1987 "Ohne Eisen" klar herausstellt, zeigen die Ergebnisse ihrer Forschung, das nur eine naturgemäße Hufform, d.h. barhufig und eine naturnahe Pferdehaltung - dem Pferd gerecht wird..


Natürlich haben sich auch noch andere mit den Nachforschungen bezüglich der Pferdegesundheit in Relation zum Huf beschäftigt. Einige Beispiele sind; Jaime
Jackson, ein ehemaliger Hufschmied. Er studierte Wilde Pferde für eine gewisse Zeit, wonach Er dann eine Methode entwickelte um Pferde aus zu schneiden nach
einer mehr natürlichen Art und Weise

Fragmente seiner offiziellen Webseite;

...A pioneer in the practice of natural hoof care , Jaime first wrote of this following the time he spent studying the wild horse in its natural environment in the Great Basin
of the United States from 1982 until 1986... (Great basin)

...Following his research, he began experimenting on the hooves of domestic horses to find an effective way to trim their feet while allowing them to remain barefoot --
but strong. In 1990 he completely stopped shoeing horses' hooves altogether and, instead, began to advocate for the wild-horse trim...


Pete Ramey, ebenfalls ein ehemaliger Hufschmied.

Fragmente seiner offiziellen Webseite;

...I started shoeing horses in 1994. I was trained by a local farrier and also subjected myself to the deep study of a dozen farrier texts. As time passed, I became acutely aware of the lack of actual hoof knowledge and trimming instruction to be found in the pages of the farrier texts...

...As with most farriers, time, experience, and mistakes were the best teachers in the first years. In 1998, a friend started pushing “barefoot” texts and internet printouts on me. I was resistant at first, but in the end I couldn’t resist a possible learning opportunity. Very quickly I realized that I was learning about the hooves themselves like never before, and that many of the unanswered questions in my head were being answered. My shoeing abilities immediately soared to a higher level. Six months later, I was experimenting with riding barefoot on my personal horse...


Natürlich findet man noch viele andere Methoden im Internet, doch eins habe diese Methoden alle gemeinsam; Hufbeslag ist nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich...

Verlauf der Huforthopädischen Behandlung << Zurück <<

Mittels einem ersten Informativen Gespräch wird der Huforthopäde Sie so viel wie möglich Informieren über die Anatomie und die Funktion des gesunden Hufes. Wärent
dieses Gespräches, wird das vorgestellte Pferd komplett analysiert bezüglich eventueller (Huf)Probleme. Diese Probleme werde dann sofort mit dem Besitzer besprochen und eventuelle notwendige Korrekturen vorgeschlagen. Die durch die vor zu nehmenden Massnamen ausgelössten temporairen Reaktionen des Pferdekörpers werden ebenfalls besprochen. Es wird nachdrücklich darauf hin gewiesen auf die Notwendigkeit des befolgen der durch den Huforthopäden gegebenen Ratschläge. Erst nachdem der Besitzer den Behandlungsverlauf vollständig verstanden hat und einverstanden ist mit den besprochenen Massnamen, wird der Huforthopäde bereit sein die Behandlung zu starten. Es ist selbstverständlich das, wenn die Ratschläge nicht befolgt werden, die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung sehr gering ist.

Obwohl der Huforthopäde gewohnt ist mit schwierigen Pferden um zu gehen, wird trotzdem erwartet das der Besitzer/Pfleger das Pferd dem entsprechent Kontrollieren
und aber Ruhig halten kann, sodas der Huforthopäde die Behandlung sicher und effektiv ausführen kann. Wenn es sich um ein Kaltblut handelt, ist es sehr zu empfehlen, einen Hufstall (Beschlagsständer) zur Verfügung zu haben.

Bei mehr spezifischen Fragen können Sie immer Kontakt zu mir aufnehmen. Ich freue uns mich ihre Fragen beantworten zu dürfen.

Missverständnisse und FAQ << Zurück <<

* Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopäde ????
* Mein Pferd ist nicht in der Wildnis geboren also geht dass nicht mit MEINEM Pferd:
* Kann jedes Pferd in jedem Fall geheilt werden (Eisen ab) ????
* Behandlungs- Methode!!!
* Ist Huforthopädie das gleiche wie Orthopädischer Beschlag?
* Mein Pferd kann nicht ohne Beschlag!!!

Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopäde ????
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Bedauerlicherweise denken viele Menschen, dass sie nach dem Durchlaufen eines 3tägigem Basisseminars die Qualifikation eines Hufheilpraktikers bzw. Huforthopäden hätten. Tatsächlich ist nichts weiter von der Wahrheit entfernt. Ein Basisseminar erfüllt den Zweck, Pferdebesitzer und Interessenten über die Basisbedürfnisse ihres Pferdes aufzuklären. Unter anderem werden hier die folgenden Themen besprochen: Nahrung, Stallung/Haltung, Reitweisen, die Anatomie des Hufes und dessen Funktionen, Erklärungen, wie und warum ein Huf funktioniert, wenn er in der physiologisch korrekten Form vorgefunden wird. Wohnt ein Seminarteilnehmer den drei Tagen Basisseminar bei, bekommt er/sie die Chance einen Huf (allerdings nicht am lebenden Objekt!!) auszuschneiden und so die Theorie des Seminars in die Praxis umzusetzen. Im Großen und Ganzen hat der Seminarteilnehmer also nicht mehr als „Einen Tag der offenen Tür“ mit Basisinformationen
absolviert. Es ist selbstverständlich, dass man dadurch nicht die Qualifikationen eines Hufpflegers oder Huforthopäden erhält. Ein Huforthopäde kann seine Ausbildung
und dessen Niveau nachweisen. Ein guter Huforthopäde ist immer bestrebt sich fort zu bilden auf seinem Fachgebiet.
Zusammenfassend: Ein 3tägiges Basisseminar macht niemanden, egal in welcher Methode, kompetent.

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Mein Pferd ist nicht in der Wildnis geboren also geht dass nicht mit MEINEM Pferd:
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Alle Pferde teilen das gleiche biologische System. Jedes Pferd hat also die gleiche Art von Stoffwechsel. Ob es jetzt in der Wildnis geboren oder vom Züchter gezogen wurde: Alle haben dieselben Basisbedürfnisse nach pferdegerechter Nahrung, konstant ausreichenden Bewegungsmöglichkeiten und sozialen Kontakten mit Artgenossen.

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Kann jedes Pferd in jedem Fall geheilt werden (Eisen ab) ????
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In 95% der Fälle ist es möglich das Pferd ohne Eisen gesund werden zu lassen. Abhängig von der Zeitdauer die ein Pferd bereits auf Eisen lief ist der Schaden, den das Hufbein erlitten hat. Ist das Hufbein zu mehr als einem Drittel abgebaut kann man das Pferd auch ohne Eisen schmerzfrei laufen lassen (vorausgesetzt der übrige physische Zustand lässt dies zu). Es wird dann jedoch nicht mehr reitbar sein.

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Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopäde?
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Huforthopädie erfordert gründliche Kenntnisse der Anatomie und Funktion der einzelnen Sektionen. Ebenfalls ist es von höchster Wichtigkeit wie die Behandlung gestaltet wird. Wer über keine wissenschaftlich fundierte Ausbildung verfügt ist kein Huforthopäde. Weitere Informationen diesbezüglich: Siehe „Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopäde ????“

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Behandlungs- Methode!!!
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Wenn der Besitzer eines Pferdes, ein Problem entdeckt an den Hufen seines Pferdes, wird meistens ein externer “Spezialist“ hinzu gezogen um das Problem zu lösen.
Nicht verwunderlich, da man ein defektes Auto ja nun auch zur Werkstatt seines Vertrauens bringt, wo das Auto dann repariert wird.

Bei der Behandlung eines Pferdes mit Hufproblemen liegt die Lösung jedoch etwas anders. Die „Reparatur“ (sprich Genesung) des „Defekts“ (sprich Erkrankung) hat mehrere sehr wichtige Aspekte.

An erster Stelle und damit fast der wichtigste Aspekt ist; Die Mitarbeit des Besitzers oder Betreuer des Pferdes. Dieser wird vor Behandlungsbeginn vollständig informiert über den Behandlungsverlauf und seinen eigenen Beitrag zur Genesung des Pferdes. Die Behandlung des Huforthopäden kann noch so gut sein, der Erfolg (sprich Genesung) wird nicht vollständig eintreten, wenn die Rahmenbedingungen nicht erfüllt werden. Weil ein guter Huforthopäde eine Behandlung eigentlich erst dann anfangen dürfte wenn es Aussicht auf Erfolg gibt, hängt der tatsächliche Beginn einer Behandlung ab vom Verlauf des ersten Gespräches zwischen Huforthopäden und Kunden. Letztendlich kommt nur dann eine Erfolgreiche Behandlung zu stande durch die enge Zusammenarbeit des Huforthopäden und seinem Kunden

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Ist Huforthopädie das gleiche wie Orthopädischer Beschlag?
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Der so genannte orthopädische Beschlag ist das Resultat aus Erfahrungswerten. Wie bereits oben erklärt (Effekt des Hufeisens), wird durch den Beschlag die Durchblutung stark eingegrenzt. Die gesammelten Erfahrungen über die Jahre hinweg haben die Hufschmiedekunst mit dem Auftreten der verschiedensten Lahmheiten auch die verschiedensten Hufeisen entwickeln lassen. Eines haben alle gemeinsam: Sie üben Druck an verschiedenen Stellen des Hufes aus. Dadurch wird die Durchblutung an diesen Stellen noch nachhaltiger gestört. Effekt: Keine Durchblutung, keine Nervenaktivität und somit kein Schmerz. Das Pferd läuft wieder. Orthopädischer Beschlag ist somit nichts anderes als ein permanentes Schmerzmittel. Von Heilung kann hier nicht die Rede sein.

Die Huforthopädie baut sich auf wissenschaftlich fundierten Kenntnissen der Hufanatomie auf. Sie beinhaltet Korrekturen, die es dem Huf ermöglichen, seine natürliche Form und Funktion wiederzuerlangen. Ist die korrekte Form wieder hergestellt, heilt auch der Pferdekörper und kann wieder optimal funktionieren.

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Mein Pferd kann nicht ohne Beschlag!!!
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Pferde die jahrelang mit Beschlag gelaufen sind, haben eine nur ungenügende Durchblutung in den Hufen. Hierdurch werden nicht ausreichend Nährstoffe zugeführt und die Hornqualität dieser Pferdehufe ist dem entsprechend niedrig. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die meisten Hufe zu steil stehen. Durch die schlechte Hornqualität und die Fehlstellung des Hufbeines scheitert der Versuch, das Pferd ohne Eisen laufen zu lassen relativ häufig. Ganz so unbedacht darf an ein solches Krankheitsbild natürlich nicht heran gegangen werden. Dennoch geht das „barhuf laufen“ bei den meisten Pferden gut.