Huforthopaedie

Languages

Disclaimer

ohne Huf kein Pferd

Huforthopaedie

* Der Wechsel zum unbeschlagenen Huf
* Hufrollenentzuendung
* Hufrehe
* Geschichte des Hufbeschlags
* Effekt des Hufeisens
* Methoden ???
* Verlauf der Huforthopaedische Behandlung
* Missverstaendnisse und FAQ

Der Wechsel zum unbeschlagenen Huf << Zurueck <<

Der Pferdebesitzer an sich findet haeufig erst dann zu einer anderen Methode, wenn sowohl Tierarzt als auch Hufschmied erklaeren, dass fuer dieses Pferd nichts mehr zu tun sei, vielleicht sogar die Euthanasie die einzig verbleibende Moeglichkeit ist. Menschen, die sich mit einer solchen Diagnose nicht zufrieden geben, werden ueber kurz oder lang auf die von mir vorgestellte Methode treffen. Denn weit ueber 90% dieser 'hoffnungslosen' Faelle betrifft Pferde mit Hufrollenentzuendung oder schwerster Hufrehe.

Wie oben bereits erlaeutert, werden bei, auf Eisen gestellten Pferden (oder auch falsch geschnittenen Pferden), die Blutgefaesse abgeklemmt. Der Huf ist unterversorgt mit
Sauerstoff und Naehrstoffen. Damit koennen die Nerven im Huf nur noch weniger oder sogar keine Signale mehr an das Gehirn senden. Kurz: Der Huf wird effektiv betaeubt.

Beispiel: Ein Pferd mit diagnostizierter Hufrollenentzuendung reagiert anscheinend positiv auf einen 'Orthopaedischen Beschlag'. Tatsaechlich ist das Pferd aber nicht geheilt. Durch die spezielle Art des Beschlages werden die Blutgefaesse lediglich weiter abgeklemmt und in der Folge spuert das Pferd die Schmerzen nicht mehr. Da ein solcher Beschlag jedoch keine Ursachenbekaempfung unterstuetzt wird das Pferd trotz Betaeubung den Schmerz wieder fuehlen.

Werden einem solchen Pferd dann die Eisen abgenommen, so wird es meistens akut lahm laufen. Grund dafuer ist die Rueckkehr der Durchblutung in den Huf.
Vergleichbar ist das mit einem Menschen, welcher bei -10 Grad ohne Handschuhe draussen war. Wenn er ins warme Wohnzimmer zurueckkehrt, werden seine Haende
anfangen schmerzhaft zu prickeln. So melden die Nerven, dass die Haende auf Grund der Kaelte Schaden genommen haben. Zellen sind abgestorben, welche nun ueber
die Blutbahn abtransportiert werden muessen.

AEhnlich verhaelt es sich beim Pferd. Nur das der Schaden hier durchaus schon jahrelang vorhanden sein kann. Dementsprechend gross ist die Verletzung und in Folge dessen ist der Heilungsprozess wesentlich laenger. Das nekrotische Material in den Hufen muss ueber die Blutbahn oder Abszesse abgefuehrt werden.

In jedem Fall kann das Pferd aber nur dann heilen, wenn es genuegend bewegung bekommt. Denn nur Bewegung bringt den Hufmechanismus wieder in Gang und dieser sorgt somit fuer den notwendigen Blutumtrieb.
Auf diese Weise koennen Abfallstoffe den Koerper so schnell wie moeglich verlassen und neues, gesundes Material kann nach gebildet werden.

Fuer den Menschen heisst dies, dass er taeglich mit seinem Pferd spazieren gehen muss, dass sich deutlich unwohl fuehlt. Dies ist eine besondere Anforderung fuer Besitzer oder Pfleger eines solchen Pferdes. Doch mit Durchhaltevermoegen wird das vermeintlich unheilbare Pferd letztendlich wieder gesund.

Hufrollenentzuendung << Zurueck <<

Viel zu oft wird ein lahmendes Pferd als 'Hufrollenpferd' diagnostiziert. In manchen Faellen scheint es so, als sei dies ein Sammelbehaelter von unverstandenen Lahmheiten.

'Hufrollenentzuendung' beginnt immer mit schmerzenden Trachten. Weil das Pferd ein Fluchttier ist, wird es seine Schmerzen nicht sofort zeigen, um sich nicht als offensichtlich 'leichte Beute' zu geben.

Bei Trachtenschmerzen verlagert das Pferd sein Gewicht zur Vorderseite des Hufes. Ein Symptom ist, dass das Pferd die Vorderhand weiter unter den Koerper setzt.
Um diese Haltung bei zu halten, ist eine bestaendige Muskelspannung der Schulter und des Nacken noetig.

Durch die Verlagerung des Gewichtes zur Vorderseite des Hufes kommt es zu einem hoeheren Abrieb der Zehen im Vergleich zur Trachte. Nun ist aber gerade die hohe
Trachte oder Eckstrebe die Ursache der anfaenglichen Schmerzen.

Die Trachten oder Eckstreben druecken bei jedem Schritt in den Huf hinein. Bleibt diese Situation so, dann wird der Schaden wesentlich groesser. Im Laufe der Zeit entsteht durch die andauernde Irritation eine Entzuendung: Das Hufrollensyndrom.

Hat noch kein Abbau des Hufbeines stattgefunden, kann das Pferd letztendlich wieder ganz gesund und belastbar werden. Als Folge der hohen Trachten rotiert das Hufbein nach vorne und bekommt dort unphysiologischen Druck. Auf Dauer wird das Hufbein an dieser Stelle abgebaut. Abhaengig von der Degeneration des Hufbeines kann ein Pferd vielleicht nicht mehr 100% belastbar sein. Doch mit einem korrekten Hufschnitt und der Herstellung der natuerlichen Lebensbedingungen kann das Pferd wieder schmerzfrei laufen.

Hufrehe (Laminitis) << Zurueck <<

Hufrehe ist eine Entzuendung der Huflederhaut. Diese tritt meistens an der Vorderseite des Hufes auf. Um den Schmerzen zu weichen, verlagert das Pferd sein Gewicht auf die Rueckseite des Hufes. Bei der typischen Rehe- Haltung streckt das Pferd alle Viere so weit wie moeglich nach vorne. Das Pferd verlagert mehr Gewicht auf die Hinterhufe, um die entzuendete Vorderseite der Vorderhufe zu entlasten. In Folge der Entzuendung rotiert das Hufbein nach vorne. Waehrend in einem gesunden Huf die Lederhaut das Hufbein stabil haelt, rotiert bei einer entzuendeten Lederhaut das Hufbein oder sinkt sogar ab.

Es gibt mehrere Ursachen fuer Hufrehe: Zum Beispiel Vergiftung, UEberbelastung, UEbergewicht oder eine Nachgeburt die nicht nachkommt. In den meisten Faellen sind die
Bedingungen schon laenger vorhanden. Bei uebergewichtigen Pferden zum Beispiel ist der Stoffwechsel ueberlastet. Kommen solche Tiere dann auf gut bestueckte Wiesen, kann es zu einer Lederhautentzuendung kommen.

Die Loesung ist auch hier: Als erstes sollte die Ursache behoben werden. Anschliessend werden die Hufe in die physiologisch korrekte Form gebracht, so dass diese wieder optimal funktionieren koennen. Unentbehrlich ist hierbei, das dass Pferd eine natuerliche Lebensbedingung hat. Es sollte sich so viel wie moegliche auf hartem Boden bewegen koennen (wenn noetig zu Anfang mit Hilfe von Hufschuhen) und ein taegliches 'Fussbad' von minimal 15 Minuten geniessen duerfen, damit die Hufe elastisch werden und bleiben.

Unter den Umstaenden hat das Pferd die Moeglichkeit sich selbst zu heilen. Beim Nachwachsen des Hufes wird sich das Hufbein wieder in der korrekten Position in der
Kapsel aufhaengen. Die Verbindung zwischen Hufkapsel und Hufbein wird wieder stabil sein. Im Durchschnitt dauert es mindestens 9 Monate bis eine Kapsel komplett
nachgewachsen ist. In manchen Faellen dauert der Heilungsprozess jedoch laenger. Als Besitzer oder Pfleger muss man sich gegen die andauernde Kritik aus der naeheren Umgebung wappnen, wenn man mit einem deutlich lahmenden Pferd spazieren geht. Man wird jedoch feststellen, dass auch ein Rehe- Pferd wieder gesund und durchaus fit werden kann.

Geschichte des Hufbeschlags << Zurueck <<

Grundsaetzlich wird jedes Pferd ohne Eisen oder anderen 'Hufschutz' geboren. Waehrend dieser Zustand in der Natur bleibt, werden die Tiere bei Menschen haeufig auf
Eisen gestellt. Dadurch sollen die Hufe vor zu grossem Verschleiss geschuetzt werden. Diese Methode stammt aus dem Mittelalter. Als ca. 900 nach Christus die ersten
Reichen in Burgen zogen, um sich zu schuetzen, wollte man das Pferd so nah als moeglich bei sich haben. Dies war notwendig, um weiterhin mobil zu bleiben. Also wurden Staelle gebaut und mit diesem Zeitpunkt konnten die meisten Pferde den Anspruechen der Menschen nicht mehr gerecht werden. Denn die Hufe der Tiere schienen dem Laufen auf hartem Untergrund nicht mehr gewachsen zu sein. Daraus wurde die Notwendigkeit eines Schutzes fuer den Huf abgeleitet. Tatsaechlich laesst sich das Alter eines Eisens auf Grund des Kohlenstoffgehaltes feststellen. Es ist bisher noch kein Hufeisen gefunden worden, welches nachweisbar aelter als das Mittelalter ist.
Schon Karl der Grosse eroberte sein Reich auf unbeschlagenen Pferden und ganze Volksstaemme zogen durch die Lande ohne Probleme mit den Pferdehufen zu haben.
Daraus ergibt sich scheinbar ein Kausalzusammenhang zwischen dem Einstallen von Pferden und der Schwaechung der Hufe.

Was genau passiert, wenn ein Pferd eingestallt wird? Zum einen kann sich das Pferd entgegen seiner Natur nur ungenuegend bewegen. Es kommt dadurch zu einem geringeren Blutumtrieb im Huf und dieser wird in der Folge weniger schnell und qualitativ schlechter wachsen. Des Weiteren steht das Pferd in seinen Faekalien und Urin. Der im Urin enthaltene Ammoniak zersetzt das Eiweiss, welches ein Hauptbestandteil des Pferdehufes ist. Sie werden also stark geschwaecht.

Effekt des Hufeisens << Zurueck <<

Ist ein Pferdehuf beschlagen, so kann er sich bei Belastung nicht mehr ausreichend ausweiten. Durch genagelte oder geleimte Eisen wird der Huf fixiert. In der Folge wird der Hufmechanismus stark eingeschraenkt. Dies hat den Effekt, dass der Blutumtrieb im gesamten Pferd nur noch ungenuegend erfolgt und die Hornproduktion stark ruecklaeufig ist. Das Horn, welches noch produziert wird ist nur noch von minderer Qualitaet.

Ist der Blutumtrieb vermindert, dann muss das Pferdeherz viel mehr Arbeit leisten. Sportpferde, und hier vor allem Rennpferde, fallen manchmal 'einfach' tot um. Ein
moeglicher Grund koennte im verminderten Hufmechanismus liegen.

Waechst ein Huf weniger schnell, dann heisst das nicht anderes, als dass die Eiweisse, die normalerweise fuer die Hornproduktion zustaendig waeren, in der Blutbahn verbleiben. Weil diese Eiweisse Abfallstoffe sind, muessen sie aus der Blutbahn heraus ueber Nieren und Leber ausgeschieden werden. Auch bei diesen Organen kann es zu einer UEberbelastung kommen, welche sich nicht selten in Hautproblemen (Ekzemen) aeussert.

Methoden << Zurueck <<

Seit mehreren Jahren waechst die Tendenz zum natuerlichen gesunden Leben. Diese Entwicklung zeichnet sich auch in der Pferde- Freunde- Welt deutlich ab: Immer
mehr Pferdefreunde zweifeln die Methoden der konventionellen Pferdehaltung an. Sicherlich spielt der Kommerz hier eine grosse Rolle. Zum Beispiel: Es gibt viele
'gesunde' Futtermittel auf dem Markt, mit Kraeutern, die das Pferd 'braucht'. Ich vergleiche derartige Mittel gerne mit einem Fruehstuecksmuesli, welches fuer uns in den
Regalen liegt. Menschen sitzen stundenlang bewegungslos im Buero, aber sie hatten ein gesundes Fruehstueck…

Dieser wachsende Trend ist auch in der Hufpflege zu beobachten. Hufeisen werden als notwendiges Uebel verstanden. So wie das bereits auch schon die besseren Hufschmiede verstanden, denn man war sich schon frueher ueber die schaedliche Wirkung von Eisen bewusst. Barfuss- Laufen hat also eine steigende Tendenz und Hufpflege wird zu einer neuen Branche. Auch hier spielt wieder der Kommerz eine wichtige Rolle. Eine Methode wird nach der anderen entwickelt. Leider mangelt es bisher an wissenschaftlichen Untersuchungen, die eine Methode als 'effektiv' beurteilen koennte. Es besteht jedoch in jedem Fall Klarheit darueber, dass es immer besser ist, ein Pferd ohne Eisen laufen zu lassen.

Die 'Strasser- Methode' wurde nach ihrer Gruenderin, Dr. Hiltrud Strasser, einer Tieraerztin aus Deutschland benannt. Frau Dr. Strasser setzte sich Anfang der 80er Jahre
mit ihr vorliegenden Versicherungsdaten auseinander, die folgendes beinhalteten: Der Grossteil domestizierter Pferde werden im Durchschnitt nicht aelter als 8 Jahre.
Lediglich 11% der Pferde erreichen das Alter von 14 Jahren oder aelter. Unter natuerlichen Lebensbedingungen erreichen Pferde ein Alter von 30 bis 40 Jahren. Diese Daten gaben fuer Frau Dr. Strasser Anlass, nach den Ursachen zu forschen. Das Resultat dieser Nachforschungen ist ein wissenschaftlich dokumentierte Beschreibung darueber, wie ein Pferdehuf funktioniert und welche Aufgaben er erfuellt. Sie beinhaltet ebenso eine Methode, wie die natuerliche Hufform durch den Menschen imitiert werden kann. In erster Linie geht es nicht darum Symptome zu verstecken, sondern Ursachen zu beheben.

Ein Pferd unter idealen Lebensbedingungen braeuchte sicherlich keine Hufpflege durch den Menschen. Solche Bedingungen kann der Mensch seinem Pferd in den hiesigen Gegebenheiten aber nicht bieten. Es erfordert also das wohlueberlegte Eingreifen des Menschen, die natuerliche Hufform wieder herzustellen und zu erhalten.

Fragmente der offiziellen Strasser-Webseite

...Frau Dr. vet.med. Hiltrud Strasser befasst sich seit 1978 wissenschaftlich mit der Hufgesundheit und den Ursachen von Lahmheiten, etc. bei domestizierten Pferden.
Dabei spielt der Vergleich mit wildlebenden Pferden aller Arten und unterschiedlicher Regionen der Erde eine grosse Rolle. Die vielfaeltigen Probleme der Bewegungsorgane und der Zusammenhang mit Problemen des Gesamtorganismus werden hauptsaechlich auf die von Menschen geschaffenen Lebensbedingungen (Beschlag, Boxenhaltung,  Bewegungsmangel,..) im Detail zurueckgefuehrt. wie bereits der Titel ihres ersten Buches 1987 'Ohne Eisen' klar herausstellt, zeigen die Ergebnisse ihrer Forschung, das nur eine naturgemaesse Hufform, d.h. barhufig und eine naturnahe Pferdehaltung - dem Pferd gerecht wird..


Natuerlich haben sich auch noch andere mit den Nachforschungen bezueglich der Pferdegesundheit in Relation zum Huf beschaeftigt. Einige Beispiele sind; Jaime
Jackson, ein ehemaliger Hufschmied. Er studierte Wilde Pferde fuer eine gewisse Zeit, wonach Er dann eine Methode entwickelte um Pferde aus zu schneiden nach
einer mehr natuerlichen Art und Weise

Fragmente seiner offiziellen Webseite;

...A pioneer in the practice of natural hoof care , Jaime first wrote of this following the time he spent studying the wild horse in its natural environment in the Great Basin
of the United States from 1982 until 1986... (Great basin)

...Following his research, he began experimenting on the hooves of domestic horses to find an effective way to trim their feet while allowing them to remain barefoot --
but strong. In 1990 he completely stopped shoeing horses' hooves altogether and, instead, began to advocate for the wild-horse trim...


Pete Ramey, ebenfalls ein ehemaliger Hufschmied.

Fragmente seiner offiziellen Webseite;

...I started shoeing horses in 1994. I was trained by a local farrier and also subjected myself to the deep study of a dozen farrier texts. As time passed, I became acutely aware of the lack of actual hoof knowledge and trimming instruction to be found in the pages of the farrier texts...

...As with most farriers, time, experience, and mistakes were the best teachers in the first years. In 1998, a friend started pushing 'barefoot” texts and internet printouts on me. I was resistant at first, but in the end I couldn’t resist a possible learning opportunity. Very quickly I realized that I was learning about the hooves themselves like never before, and that many of the unanswered questions in my head were being answered. My shoeing abilities immediately soared to a higher level. Six months later, I was experimenting with riding barefoot on my personal horse...


Natuerlich findet man noch viele andere Methoden im Internet, doch eins habe diese Methoden alle gemeinsam; Hufbeslag ist nicht nur unnoetig, sondern sogar schaedlich...

Verlauf der Huforthopaedischen Behandlung << Zurueck <<

Mittels einem ersten Informativen Gespraech wird der Huforthopaede Sie so viel wie moeglich Informieren ueber die Anatomie und die Funktion des gesunden Hufes. Waerent
dieses Gespraeches, wird das vorgestellte Pferd komplett analysiert bezueglich eventueller (Huf)Probleme. Diese Probleme werde dann sofort mit dem Besitzer besprochen und eventuelle notwendige Korrekturen vorgeschlagen. Die durch die vor zu nehmenden Massnamen ausgeloessten temporairen Reaktionen des Pferdekoerpers werden ebenfalls besprochen. Es wird nachdruecklich darauf hin gewiesen auf die Notwendigkeit des befolgen der durch den Huforthopaeden gegebenen Ratschlaege. Erst nachdem der Besitzer den Behandlungsverlauf vollstaendig verstanden hat und einverstanden ist mit den besprochenen Massnamen, wird der Huforthopaede bereit sein die Behandlung zu starten. Es ist selbstverstaendlich das, wenn die Ratschlaege nicht befolgt werden, die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung sehr gering ist.

Obwohl der Huforthopaede gewohnt ist mit schwierigen Pferden um zu gehen, wird trotzdem erwartet das der Besitzer/Pfleger das Pferd dem entsprechent Kontrollieren
und aber Ruhig halten kann, sodas der Huforthopaede die Behandlung sicher und effektiv ausfuehren kann. Wenn es sich um ein Kaltblut handelt, ist es sehr zu empfehlen, einen Hufstall (Beschlagsstaender) zur Verfuegung zu haben.

Bei mehr spezifischen Fragen koennen Sie immer Kontakt zu mir aufnehmen. Ich freue uns mich ihre Fragen beantworten zu duerfen.

Missverstaendnisse und FAQ << Zurueck <<

* Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopaede ????
* Mein Pferd ist nicht in der Wildnis geboren also geht dass nicht mit MEINEM Pferd:
* Kann jedes Pferd in jedem Fall geheilt werden (Eisen ab) ????
* Behandlungs- Methode!!!
* Ist Huforthopaedie das gleiche wie Orthopaedischer Beschlag?
* Mein Pferd kann nicht ohne Beschlag!!!

Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopaede ????
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

Bedauerlicherweise denken viele Menschen, dass sie nach dem Durchlaufen eines 3taegigem Basisseminars die Qualifikation eines Hufheilpraktikers bzw. Huforthopaeden haetten. Tatsaechlich ist nichts weiter von der Wahrheit entfernt. Ein Basisseminar erfuellt den Zweck, Pferdebesitzer und Interessenten ueber die Basisbeduerfnisse ihres Pferdes aufzuklaeren. Unter anderem werden hier die folgenden Themen besprochen: Nahrung, Stallung/Haltung, Reitweisen, die Anatomie des Hufes und dessen Funktionen, Erklaerungen, wie und warum ein Huf funktioniert, wenn er in der physiologisch korrekten Form vorgefunden wird. Wohnt ein Seminarteilnehmer den drei Tagen Basisseminar bei, bekommt er/sie die Chance einen Huf (allerdings nicht am lebenden Objekt!!) auszuschneiden und so die Theorie des Seminars in die Praxis umzusetzen. Im Grossen und Ganzen hat der Seminarteilnehmer also nicht mehr als 'Einen Tag der offenen Tuer' mit Basisinformationen
absolviert. Es ist selbstverstaendlich, dass man dadurch nicht die Qualifikationen eines Hufpflegers oder Huforthopaeden erhaelt. Ein Huforthopaede kann seine Ausbildung
und dessen Niveau nachweisen. Ein guter Huforthopaede ist immer bestrebt sich fort zu bilden auf seinem Fachgebiet.
Zusammenfassend: Ein 3taegiges Basisseminar macht niemanden, egal in welcher Methode, kompetent.

_____________________________________________________________________________________________

Mein Pferd ist nicht in der Wildnis geboren also geht dass nicht mit MEINEM Pferd:
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

Alle Pferde teilen das gleiche biologische System. Jedes Pferd hat also die gleiche Art von Stoffwechsel. Ob es jetzt in der Wildnis geboren oder vom Zuechter gezogen wurde: Alle haben dieselben Basisbeduerfnisse nach pferdegerechter Nahrung, konstant ausreichenden Bewegungsmoeglichkeiten und sozialen Kontakten mit Artgenossen.

____________________________________________________________________________________________

Kann jedes Pferd in jedem Fall geheilt werden (Eisen ab) ????
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

In 95% der Faelle ist es moeglich das Pferd ohne Eisen gesund werden zu lassen. Abhaengig von der Zeitdauer die ein Pferd bereits auf Eisen lief ist der Schaden, den das Hufbein erlitten hat. Ist das Hufbein zu mehr als einem Drittel abgebaut kann man das Pferd auch ohne Eisen schmerzfrei laufen lassen (vorausgesetzt der uebrige physische Zustand laesst dies zu). Es wird dann jedoch nicht mehr reitbar sein.

_____________________________________________________________________________________________

Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopaede?
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

Huforthopaedie erfordert gruendliche Kenntnisse der Anatomie und Funktion der einzelnen Sektionen. Ebenfalls ist es von hoechster Wichtigkeit wie die Behandlung gestaltet wird. Wer ueber keine wissenschaftlich fundierte Ausbildung verfuegt ist kein Huforthopaede. Weitere Informationen diesbezueglich: Siehe 'Ist ein Hufpfleger auch ein Huforthopaede ????'

_____________________________________________________________________________________________

Behandlungs- Methode!!!
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

Wenn der Besitzer eines Pferdes, ein Problem entdeckt an den Hufen seines Pferdes, wird meistens ein externer 'Spezialist' hinzu gezogen um das Problem zu loesen.
Nicht verwunderlich, da man ein defektes Auto ja nun auch zur Werkstatt seines Vertrauens bringt, wo das Auto dann repariert wird.

Bei der Behandlung eines Pferdes mit Hufproblemen liegt die Loesung jedoch etwas anders. Die 'Reparatur' (sprich Genesung) des 'Defekts' (sprich Erkrankung) hat mehrere sehr wichtige Aspekte.

An erster Stelle und damit fast der wichtigste Aspekt ist; Die Mitarbeit des Besitzers oder Betreuer des Pferdes. Dieser wird vor Behandlungsbeginn vollstaendig informiert ueber den Behandlungsverlauf und seinen eigenen Beitrag zur Genesung des Pferdes. Die Behandlung des Huforthopaeden kann noch so gut sein, der Erfolg (sprich Genesung) wird nicht vollstaendig eintreten, wenn die Rahmenbedingungen nicht erfuellt werden. Weil ein guter Huforthopaede eine Behandlung eigentlich erst dann anfangen duerfte wenn es Aussicht auf Erfolg gibt, haengt der tatsaechliche Beginn einer Behandlung ab vom Verlauf des ersten Gespraeches zwischen Huforthopaeden und Kunden. Letztendlich kommt nur dann eine Erfolgreiche Behandlung zu stande durch die enge Zusammenarbeit des Huforthopaeden und seinem Kunden

_____________________________________________________________________________________________

Ist Huforthopaedie das gleiche wie Orthopaedischer Beschlag?
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

Der so genannte orthopaedische Beschlag ist das Resultat aus Erfahrungswerten. Wie bereits oben erklaert (Effekt des Hufeisens), wird durch den Beschlag die Durchblutung stark eingegrenzt. Die gesammelten Erfahrungen ueber die Jahre hinweg haben die Hufschmiedekunst mit dem Auftreten der verschiedensten Lahmheiten auch die verschiedensten Hufeisen entwickeln lassen. Eines haben alle gemeinsam: Sie ueben Druck an verschiedenen Stellen des Hufes aus. Dadurch wird die Durchblutung an diesen Stellen noch nachhaltiger gestoert. Effekt: Keine Durchblutung, keine Nervenaktivitaet und somit kein Schmerz. Das Pferd laeuft wieder. Orthopaedischer Beschlag ist somit nichts anderes als ein permanentes Schmerzmittel. Von Heilung kann hier nicht die Rede sein.

Die Huforthopaedie baut sich auf wissenschaftlich fundierten Kenntnissen der Hufanatomie auf. Sie beinhaltet Korrekturen, die es dem Huf ermoeglichen, seine natuerliche Form und Funktion wiederzuerlangen. Ist die korrekte Form wieder hergestellt, heilt auch der Pferdekoerper und kann wieder optimal funktionieren.

_______________________________________________________________________________________

Mein Pferd kann nicht ohne Beschlag!!!
<< Zurueck zu Missverstaendnisse und FAQ <<

Pferde die jahrelang mit Beschlag gelaufen sind, haben eine nur ungenuegende Durchblutung in den Hufen. Hierdurch werden nicht ausreichend Naehrstoffe zugefuehrt und die Hornqualitaet dieser Pferdehufe ist dem entsprechend niedrig. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die meisten Hufe zu steil stehen. Durch die schlechte Hornqualitaet und die Fehlstellung des Hufbeines scheitert der Versuch, das Pferd ohne Eisen laufen zu lassen relativ haeufig. Ganz so unbedacht darf an ein solches Krankheitsbild natuerlich nicht heran gegangen werden. Dennoch geht das 'barhuf laufen' bei den meisten Pferden gut.